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Börsenlexikon für Einsteiger (A–Z) – Fachbegriffe in Klartext

Dieses kompakte Lexikon erklärt die wichtigsten Börsen- und ETF-Begriffe in verständlicher Sprache – ideal, wenn Sie schnell etwas nachschlagen möchten. Plus: Mini-Tabelle mit typischen Kennzahlen und eine FAQ.

Lesedauer: 10–12 Minuten • Zuletzt aktualisiert: 16. August 2025

Minimalistische Infografik mit Börsenbegriffen von A bis Z

1. A–Z: Begriffe mit Kurzdefinition

A

Abgeltungsteuer: Pauschale Steuer auf Kapitalerträge (z. B. Dividenden, Kursgewinne).
Wird bei inländischen Brokern automatisch abgeführt.

Aktie: Unternehmensanteil. Kursgewinne & Dividenden möglich.

Asset Allocation: Aufteilung des Vermögens auf Anlageklassen (z. B. 80 % Aktien, 20 % Cash).

B

Baisse (Bear Market): Länger anhaltende Abwärtsphase am Markt.

Benchmark: Vergleichsmaßstab, z. B. ein Index wie DAX oder MSCI World.

Blue Chip: Großes, etabliertes Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung.

Börsenplatz: Handelsplattform, z. B. Xetra oder NYSE.

C

Cost-Average-Effekt: Regelmäßige Käufe glätten den Einstiegspreis über die Zeit.

Coupon: Zinszahlung bei Anleihen (Randthema für Aktien/ETFs).

D

DAX: Deutscher Leitindex mit 40 großen deutschen Aktien.

Depot: Konto für die Verwahrung von Wertpapieren.

Dividende: Gewinnanteil, den Unternehmen an Aktionäre ausschütten.

Drawdown: Maximaler Wertverlust vom Höchststand – Risikokennzahl.

E

Earnings (Gewinne): Unternehmensgewinne, Basis für viele Bewertungen.

ETF (Exchange Traded Fund): Börsengehandelter Fonds, der einen Index abbildet.

Ertragsverwendung: Ausschüttend (Dividenden) vs. thesaurierend (Wiederanlage).

F

Factsheet: Datenblatt eines Fonds/ETFs mit Kennzahlen.

Free Float: Streubesitz, also die frei handelbaren Aktien eines Unternehmens.

Fremdspesen: Börsen-/Abwicklungsentgelte zusätzlich zu Brokergebühren.

G

Gewinn je Aktie (EPS): Earnings per Share – zentral für Unternehmensbewertungen.

Growth: Wachstumsorientierte Unternehmen mit hohen erwarteten Zuwächsen.

H

Hausse (Bull Market): Länger anhaltende Aufwärtsphase am Markt.

Hedging: Absicherung von Positionen, meist für Profis relevant.

I

Index: Korb von Aktien (z. B. MSCI World, S&P 500).

ISIN: Internationale Wertpapierkennnummer – eindeutig für jedes Wertpapier.

J

Jahresbericht: Ausführlicher Unternehmensbericht mit Zahlen und Prognosen.

K

KGV (P/E Ratio): Kurs-Gewinn-Verhältnis – klassisches Bewertungsmaß.

Klumpenrisiko: Übergewichtung einzelner Titel oder Branchen – zu vermeiden.

L

Limit-Order: Order mit Preisgrenze; Standard für Einsteiger.

Liquidität: Handelbarkeit eines Wertpapiers (enge Spreads, hohes Volumen).

M

Market-Order: Sofortige Ausführung zum nächsten Kurs – ohne Preisgrenze.

Marktkapitalisierung: Börsenwert eines Unternehmens (Preis × Anzahl Aktien).

N

Notgroschen: Liquiditätsreserve außerhalb der Börse (3–6 Nettomonatsgehälter).

O

Order: Kauf- oder Verkaufsauftrag.

Overnight-Risiko: Kursbewegungen außerhalb der Handelszeiten.

P

Portfolio: Gesamtheit aller Wertpapiere eines Anlegers.

Prospekt: Rechtliches Dokument mit Risiken und Details zu einem Produkt.

Q

Quartalszahlen: Unternehmensberichte im 3-Monats-Rhythmus – oft kursbewegend.

R

Rebalancing: Regelmäßige Anpassung an die Zielquote (z. B. 80/20).

Rendite: Gesamtertrag aus Kursgewinnen und Dividenden.

Replikation: Methode, wie ein ETF seinen Index nachbildet.

S

Spread: Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Stop-Order: Order, die bei Erreichen eines Kurswerts aktiv wird.

T

TER: Gesamtkostenquote eines Fonds/ETF pro Jahr.

Thesaurierend: Erträge werden automatisch wiederangelegt.

U

Umsatz/Volumen: Anzahl gehandelter Stücke oder Gegenwert – zeigt Liquidität.

V

Volatilität: Maß für Schwankungen des Kurses.

Value: Substanzwerte mit „vernünftiger“ Bewertung.

W

Watchlist: Beobachtungsliste in Ihrer Broker-App.

WKN: Nationale Wertpapierkennnummer in Deutschland.

Z

Zinseszinseffekt: Erträge erwirtschaften neue Erträge – langfristig extrem stark.

2. Mini-Tabelle: Wichtige Kennzahlen

Kennzahlen kurz erklärt
KennzahlBedeutungWorauf achten?
TER (ETF)Jährliche FondskostenSo niedrig wie möglich, aber Indexqualität prüfen
KGVBewertung relativ zum GewinnNur im Branchenvergleich sinnvoll
DividendenrenditeAusschüttung im Verhältnis zum KursKonstanz und Historie wichtiger als Höhe
VolatilitätKursschwankungenMuss zum Risikoprofil passen
Tracking DifferenceAbweichung vom IndexJe kleiner, desto besser

3. Tipps: So lernen Sie Börsen-Deutsch schneller

  • Kontext: Begriffe direkt beim Handeln oder Lesen nachschlagen.
  • Karteikarten: Eigene Lernkarten (digital) mit Beispielen anlegen.
  • Wiederholung: Täglich 5–10 Minuten reichen, um sicherer zu werden.
  • Praxis: Kleine Testinvestments + Sparplan = Begriffe werden „erlebbar“.

4. FAQ – Häufige Fragen

Wie viele Begriffe muss ein Einsteiger wirklich kennen?

Für den Start reichen 20–30 Kernbegriffe wie Aktie, ETF, Index, Limit-Order, Dividende, TER.
Den Rest lernen Sie nach und nach im Alltag.

Wie finde ich heraus, ob ein Begriff wichtig ist?

Fragen Sie sich: Hilft mir dieser Begriff bei einer echten Entscheidung (Kauf, Verkauf, Strategie)?
Wenn ja, ist er wichtig – ansonsten später.

Welche Begriffe sollte ich meiden?

Alles, was nach Hebel, Turbo oder komplexen Derivaten klingt, ist für Einsteiger riskant.
Starten Sie mit einfachen Produkten: Aktien, ETFs und Sparplänen.

Weiterführende Artikel zum Thema Aktien & ETFs:
Börsenlexikon A–Z 
Grundregeln & Weisheiten des Aktienmarkts 
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5 Einsteiger-Strategien
Wo kann man Aktien & ETFs kaufen?